Dozenten

Francesco Guista

Francesco Giustas Interesse an der Drehleier begann im Alter von gerade einmal 11 Jahren. Er entwickelte und verbesserte seine Technik im Unterricht bei Lehrern wie Gregory Jolivet, German Diaz, Matthias Loibner, Valentin Clastrier und Tobie Miller.

Sein Repertoire begann traditionell mit Stücken aus seiner Heimat und dem französischen Folk. Er analysiert Stücke, um ihre Struktur und Sprache auch in Bezug auf die Tänze zu verstehen. Seine Aufmerksamkeit galt dann später der Barock- und Weltmusik, womit er, unter Berücksichtigung historischer Methoden und schriftlicher Aufzeichnung,  einen modernen Ansatz des Instrumentalspiels erarbeitete.

Francesco hat in verschiedenen Bands, hauptsächlich Folk-, Barock- und mittelalterliche Musik, gespielt. So besuchte er zahlreiche Folk- und Mittelalterfestivals und gibt Unterricht in verschiedenen Workshops und Meisterklassen in ganz Europa. Er hat mit seinen eigenen Gruppen eine Reihe von CDs aufgenommen und war außerdem zu Gast bei verschiedenen anderen Formationen.

2015 gewann er den ersten Platz in der Kategorie „Drehleier ‚Solo‘ Wettbewerb“ des ‚Le son continu‘ Festivals in Chateau d’Ars (Frankreich) in dem ihm der Titel ‚Maître sonneur’ verliehen wurde.

Seit 2011 gibt er Meisterworkshops in verschiedenen europäischen Ländern und unterrichtet auch in seiner Heimatstadt. Er spielt aktuell in verschiedenen Folk- und Barockprojekten, hat Unterrichtsklassen in Turin (Deutschland) und gibt Online-Unterricht.

Brian McCoy

Brian ist Nordamerikaner, der in seiner aktuellen Wahlheimat Frankreich lebt. Ursprünglich war er Sänger und Schlagzeuger bei ‚Husbands & Wives ´ und ‚The Handsome Devils‘ und verliebte sich im Jahr 2008 in die Drehleier. Nach seinem Abschluss in Theater- und Musikaltechnologie an der Universität von Kent State entschied sich Brian in seinem Soloprojekt zu komponieren, aufzutreten und zu produzieren. Seine Entscheidung, nach Europa zu emigrieren kam 2016 mit dem Ziel echte Spieler der Drehleier kennenzulernen und seine Technik weiterzuentwickeln. Seitdem hat er seine eigene Erforschung des Instruments vertieft, vor allem im Bereich der Effektpedale und neuer Spieltechniken. Er kooperiert und arbeitet an verschiedenen Projekten (Lee Scratch Perry – The black album, SEAPHONE, Eunice, improvisierte Konzerte in Japan, BOOP).

Stephan Groth

Stephan Groth ist notorischer Multi-Instrumentalist und studierter Akustiker mit einem regen Interesse an allen Dingen, die Töne produzieren. Während des Studiums entdeckte er die Drehleier für sich als Hauptinstrument. Seitdem sammelte er weitreichende Erfahrungen im Bereich der Folk- und Weltmusik sowie der traditionellen Tanzmusik auf Workshops und Sessions mit Folk-Musikern aus ganz Europa. Sein genreübergreifendes musikalisches Interesse erweckte in ihm den Ehrgeiz, die Drehleier als modernes Instrument zu begreifen, dessen Grenzen es noch auszuloten gilt. Unter anderem ist er für den Einsatz diverser elektronischer Effekte und der Loop Station bekannt. Seit 2012 ist Stephan Mitglied der erfolgreichen Pagan-Folk Band „Faun“. Er ist außerdem Gründer und Leiter der Folk-Fusion Band „ZiRP“ und darüberhinaus als Studiomusiker tätig.

Ron Winkler

– geboren 1968 im wunderschönen Naumburg an der Saale 

– 1970 erste Begegnung mit der Drehleier (Danke Manfred Drosselbart!)  

– aufgewachsen mit Elvis und den Beatles, rebelliert mit AC/DC und Neil Young  

– ab 1982 Versuche, das Saitenspiel zu erlernen; Erfolg bei Gitarre und Mandoline  

– 1984 erste Bühnenerfahrungen mit dem Singeklub “Sonnensucher” Gera  

– bis 1989 aktives Mitglied desselben  

– 1989-1998 diverse Kleinkunstprojekte und Lagerfeuergesänge  

– 1999 erste eigene Drehleier Modell “Phoenix”  

– erster Drehleier-Kurs bei H. Hegner  

– seit 2003 Unterricht bei Silke Reichmann de Salas; Kurse u.a. bei Gilles Chabenat, Thierry Nouat, G. Jolivet  

– Auftritte auf Mittelaltermärkten und Stadtfesten, u.a. “Luthers Hochzeit”  

– 2008 erste Ambitionen, selbst zu unterrichten  

– ab Oktober 2008 Drehleierlehrer an der Musikschule Wittenberg  

– 2009-2010 Mitglied des Teams bei den Leierkursen Bad Homburg  

– erster eigener Kurs beim Drehleier-Festival in Lissberg  

– 2010-2012 Nyckelharpa-Ausbildung auf Burg Fürsteneck 

Thomas Blau

Geprägt durch die irische und deutsche Folk-Szene der 70er Jahre, fand Thomas 1977 seine Liebe zur Drehleier und der französischen Tanzmusik. Nach unzähligen Workshops in Frankreich, Holland und Deutschland u.a. bei Valentin Clastrier, Gregory Jolivet, Patrick Bouffard, Martin Swart, und Thierry Nouat ist Thomas seit 2002 Dozent und Organisator der Drehleierkurse in Bad Homburg.

Alex Zwingmann – Fiolka

Alex Zwingmann entdeckte seine Leidenschaft für die Musik im Alter von 16 Jahren. Neben Geige, Nyckelharpa und Dudelsack faszinierte ihn besonders die Drehleier. In den Folgejahren nahm er an diversen Workshops in Deutschland, Frankreich und den Nierderlanden, u.a bei Gilles Chabenat, Thierry Nouat, Patrick Bouffard und Efrén López teil. 2004 gründete er die Mittelalter-Rockband „Ignis Fatuu“, mit der er auf zahlreichen Festivals wie dem Wacken Open Air oder dem Mer´a Luna auftrat. Parallel begann er, Unterricht für Dudelsack und Drehleier in Nürnberg zu geben. Seit 2012 bietet Alex auch deutschlandweit Workshops u.a. auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum MPS an. Inzwischen sind seine Workshops auch auf Festivals in der Schweiz und den Niederlanden gefragt. 2016 entstand das Electro-Folk-Projekt Fiolka.

Thomas Zöller – Estampie

Thomas Zöller studierte schottische Musik mit dem Hauptfach Dudelsack an der Royal Scottish Academy of Music and Drama sowie am National Piping Centre in Glasgow (2002-2005). Dabei war und ist Thomas Zöller nicht nur der erste Deutsche, sondern sogar der erste Festlandeuropäer überhaupt, der diesen Studiengang erfolgreich absolviert hat.

Im Sommer 2005 gründete er die Dudelsack-Akademie, Deutschlands erste offizielle Dudelsackschule, mit Sitz in Hofheim am Taunus. Die Dudelsack-Akademie versteht sich als deutsches Zentrum für professionellen Dudelsack-Unterricht.

2006 erhielt Thomas einen Kompositionsauftrag für das Théâtre Municipal de Colmar. Seit 2007 ist er als künstlerischer Leiter des Interkeltischen Folkfestivals tätig. Er konzertiert regelmäßig als Solist sowie mit verschiedensten Ensembles wie ASPs von Zaubererbrüdern, Estampie, Katherlyns Reise, Òran is Pìob und HOMEBOUND.

Mit mehr als 1.000 Auftritten, vielen CD/DVD-Produktionen und zwei veröffentlichten Lehrbüchern gilt Thomas Zöller als einer der erfahrensten und renommiertesten Dudelsackspieler Deutschlands.

Christian Dreier

Christian Dreier entdeckte die Leidenschaft zur Musik im Alter von 14 Jahren. Zunächst mit klassischer Gitarre und E-Bass kam er über das Didgeridoo im Alter von 20 Jahren beim Dudelsack an. Seither ist er von der Vielschichtigkeit dieser Instrumentengattung begeistert. Seine zweite große Leidenschaft gehört dem Handwerk. So ist es naheliegend, dass Christian sich nach seiner Ausbildung zum Tischler alsbald mit dem Bau von Dudelsäcken beschäftigte. Im Jahr 2013 hat er die Tischlerei “ganz an den Nagel gehängt” und beschäftigt sich seither ausschließlich mit dem Bau von Dudelsäcken und Rauschpfeifen, veranstaltet Workshops zum Thema Dudelsackbau und Dudelsackspiel und gibt Einzelunterricht für den Dudelsack. Musikalisch ist Christian auch unterwegs und gründete 2004, u.a. zusammen mit seinem Bruder, die Band Sonor Teutonicus in der er bis heute spielt.

Daniela Heiderich

Daniela Heiderich studierte traditionelle Musik mit Harfe und Dudelsack in Poitiers, Frankreich, wo sie auch einige Jahre lang lebte. Stilistisch beschäftigte sie sich in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Dudelsacktraditionen Frankreichs. Musikalisch ursprünglich von den Irrlichtern bekannt, ist sie jetzt vor allem in der traditionellen und Alten Musik zu Hause und in zahlreichen Projekten der Bal-Folk-, Weltmusik und Neuen Musik aktiv. Sie unterrichtet regelmäßig im Rahmen von Workshops und leitete mehrere Jahre lang die Dudelsackklasse am Konservatorium in Limoges.

Simon Wascher 

Simon Wascher ist mit volksmusikalischer Familientradition aufgewachsen. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Bereich Interpretation traditioneller Musik auf der Drehleier, insbesondere beschäftigt er sich mit Quellen und Traditionen aus Österreich und dem gesamten deutschen Sprachraum. Seit 1997 ist er Dozent bei Kursen für Drehleier und Ensemblespiel und Tanz im In- und Ausland. Neben dem Drehleierspielen widmet er sich zudem der Forschung über die Geschichte der Drehleier in Österreich und die Musikantenhandschriften des achzehnten Jahrhunderts. 2003 belegte er den 1. Platz beim renommierten Wettbewerb “Drehleier Solo” in St. Chartier.

Regina Kunkel – Fior und Akleja

Nachdem Regina zunächst autodidaktisch das Spiel verschiedener Flöten aus ganz Europa erlernte, verfiel sie später völlig dem schwedischen Streichinstrument Nyckelharpa. Ihre Bands Akleja und Fiorbereichert sie durch den Klang ihres einzigartigen und groovigen Nyckelharpaspiels. Neben europaweiten Auftritten zählt  sie zu Deutschlands führenden Nyckelharpa-Spielerinnen und ist als Kursleiterin bei diversen Nyckelharpa- und Tanzkursveranstaltungen gefragt. Ihr Spiel ist geprägt durch den langjährigen Privatunterricht bei Josefina Paulson.